Unser neues 3D Magazin ist online!
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| 3D ohne Brille von LG ab 2012 und wieso diese Technik noch nicht reif ist |
| Freitag, den 02. Dezember 2011 um 09:23 Uhr |
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Die Koreaner haben im allgemeinen des Öfteren einen Technikvorsprung gegenüber den Europäern. Modernste 3D Bildschirme und sogar Smartphones wurden im Laufe der letzten Zeit immer wieder zu allererst in Korea eingeführt. Und heute haben wir erfahren, das auch dieses Mal die Koreaner die Nase vorn zu haben scheinen, denn der in Korea ansässige TV und Monitor-Hersteller LG hat soeben die ersten 25 Zoll Monitore vorgestellt, die ohne Brille einen recht guten 3D Effekt erzeugen können, wenn man der Pressemitteilung Glauben schenken darf. Der als DX2500 bezeichnete Monitor erhielt laut LG als erster in der Industrie eine Zertifizierung des TÜV Rheinland für brillenfreies 3D. Mit dem DX2500 wolle der Hersteller seinen Namen als Synonym für 3D-Bildschirme, die keine Brille benötigen etablieren. Möglich wird dies durch eine sogenannte Parallax-Barriere Technik die in Kombination mit einer Kamera, die im Monitor integriert ist, arbeitet und den Zuschauer permanent aufnimmt. Eigentlich könnte man diese Technik schon fast als "bidirektionale Fernsehübertragung" bezeichnen, da die Kamera bei den heutigen Datenschutz-Verstößen die andere große Internet-Unternehmen begehen, relativ leicht mit Internetanschluss zumindest Einzelaufnahmen des Zuschauers liefern könnte. Sicherlich ist das eine unbewiesene Unterstellung, aber wer kann sich dabei wohl fühlen, immerfort von einer Kamera analysiert zu werden? Nunja - die Microsoft Kinect verkauft sich trotz dieser Technologie wie geschnitten Brot - die bedenkenlosen Verbraucher scheinen es mit Humor zu nehmen, tanzend vor dem heimischen Fernseher aufgezeichnet zu werden. Zurück zur 3D Technik von LG: die Kamera zeichnet den Zuschauer auf und analyisiert permanent die Position des Kopfes und der Augen, was es ermöglicht, einen 3D Effekt aus verschiedensten Blickwinkeln zu erzeugen, was ein großes Problem bei bisherigen brillenlosen 3D Monitoren darstellte. Die bisherigen 3D Monitore haben immer nur aus ganz bestimmten Winkeln und Entfernungen einen 3D Effekt erkennen lassen - wie bspw. die Nintento 3DS. Hält man diese im falschen Abstand vor sich, ist der 3D Effekt minimal bis verschwunden ... das versucht LG nun mit der Kamera-Kombination zu kompensieren. Eine iPhone/ iPad App namens "i3D" hat diese Kamera-Technik schon einmal vorgeführt. Wer ein solches Gerät besitzt, kann sich die App hier herunter laden und einmal selbst testen wie das mit der Kamera und dem 3D Effekt funktioniert: http://itunes.apple.com/de/app/i3d/id434844658?mt=8 - beim Testen bitte nicht vergessen, das die Apple Geräte keine zusätzliche Parallax Barriere haben, die den 3D Effekt noch verstärken würde wie das beim LG Monitor der Fall ist.
Wieso brillenloses 3D noch nicht marktreif istDer ab 2012 für wahrscheinlich 850 EUR erhältliche brillenlose 3D Monitor LG DX2500 arbeitet also mit einer Parallax Barriere und einer Kamera, die die Position des Kopfes analysiert. Wieso ist diese Kombi-Technologie noch nicht marktreif? Vielleicht stellen Sie sich den Praxis-Einsatz einfach mal vor: Sie sitzen ALLEIN zu Hause vor Ihrem 25 Zoll Monitor und wollen Battlefield 3 in 3D spielen ... ok. Sie sitzen ALLEIN zu Hause und wollen sich Filme in 3D anschauen ... funktioniert auch. Sie sitzen MIT IHREM PARTNER zu Hause vor dem Monitor - was macht die Kamera jetzt? Welcher Kopf wird analysiert und wie wird das 3D-Bild entsprechend der Position beider Köpfe angepasst? Da haben wir den Fehler ... der brillenlose 3D Monitor von LG ist vermutlich ein 3D Monitor für Single-Haushalte und einsame Zocker.
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